Wie du dein Unternehmen in nur 4 Schritten online sichtbar machst

NOV 30, 2020 updated Jul 1, 2021
Wie du dein Unternehmen in nur 4 Schritten online sichtbar machst

Designs: Paper Jets 

Du hast deinen Online-Shop eröffnet. Und wie geht es jetzt weiter? Sich aus der Masse all der anderen Online-Shops hervorzuheben und nicht unterzugehen, kann für Jungunternehmer eine riesige Herausforderung sein. Monica Bacon von „Oh Me Oh My Sewing“ gibt in der neuesten Ausgabe unseres Handbuches für Kleinunternehmer Tipps und Tricks, wie du sicherstellst, dass potenzielle Kunden dein Unternehmen online finden können.

Wie du dein Unternehmen in nur 4 Schritten online sichtbar machst

Monica: Stell dir vor, du hast ein tolles Produkt kreiert, das du jetzt auf einer Verkaufsplattform deiner Wahl anbietest. Du bist davon überzeugt, dass potenzielle Käufer es genauso gut finden werden wie du. Richtig so! Es ist ein wirklich schönes Produkt und du kannst stolz auf dich sein. Jetzt musst du nur noch dafür sorgen, dass auch der Rest der Welt davon erfährt. Zuallererst solltest du natürlich wunderschöne Produktfotos machen. Aber was kommt dann? Wie wird man dein Unternehmen finden?

Ich verkaufe seit acht Jahren Produkte über das Internet, seit zwei Jahren Schnittmuster unter der Marke „Oh Me Oh My Sewing“, und habe dabei zahlreiche Tipps und Tricks gesammelt, die dir weiterhelfen werden. Heute verrate ich dir meine Vorgehensweise, damit du sie in deinem eigenen kleinen Unternehmen anwenden kannst.


Schritt 1: Passende Keywords ermitteln

Schritt 1: Passende Keywords ermitteln

Suchmaschinenoptimierung (SEO) beginnt immer damit, treffende Schlüsselwörter zu finden, die dein Produkt am besten beschreiben. Los geht’s mit dem Brainstorming! Nachfolgend ein paar Fragen, die du dir selbst stellen solltest, um geeignete Keywords zu finden. Diese Schlüsselwörter kannst du später in den Produktbeschreibungen deines Online-Shops verwenden.

Um welches Produkt handelt es sich? (Maxi-Kleid, Notizbuch, Laptop-Aufkleber)
In welchem Stil ist dein Produkt gestaltet? (Boho, modern, minimalistisch) 
Für wen ist das Produkt gedacht? (Kinder, Frauen, Lehrer)
Für welchen Anlass passt es? (Verlobung, Weihnachten, Sommer) 
Aus welchem Material besteht es? (Bio-Baumwolle, Sterlingsilber, Modelliermasse)
Was macht das Produkt so besonders? (Schnittmuster für Anfänger, Oberteil mit Eichhörnchen-Print, handbemaltes Schmuckkästchen)

… und so weiter. Diese Keywords helfen dir bei der anschließenden Recherche weiter. Schau dich einmal auf Instagram, Pinterest und Etsy um. Auf diesen Seiten habe ich einige der wichtigsten Informationen für meine eigene SEO finden können. Mit welchen Wörtern werden hier Artikel, die deinen ähneln, beschrieben? Und zu guter Letzt: Versetz dich in deine Kunden hinein. Mit welchen Suchbegriffen würdest du als Kunde nach einem Produkt wie deinem suchen?

Monica beim Nähen

Sobald du weißt, mit welchen Stichwörtern deine Kunden suchen, kannst du diese gezielt überall eingeben. Verwende sie in den Produktbeschreibungen, im Titel, im Alt-Text und als Tags damit Kunden deinUnternehmen finden. Manche Plattformen beschränken die Anzahl der möglichen Tags. Deshalb solltest du sicherstellen, dass du verschiedene Tags verwendest, damit dein Produkt in möglichst vielen Suchergebnissen erscheint. Unterschiedliche Keywords in mehreren Einträgen sind ebenfalls hilfreich.

Es ist ferner wichtig, möglichst eine bunte Mischung aus allgemeinen und speziellen Keywords zu verwenden. Allgemein gehaltene Keywords werden bei der Suche sehr häufig eingegeben, dafür aber auch von anderen Anbietern oft benutzt. Wenn du individuelle Schlüsselwörter verwendest, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass dein Produkt in der Suchergebnisliste ganz oben erscheint. Andererseits werden diese speziellen Keywords eher von weniger Kunden eingegeben. Du solltest auch versuchen, möglichst viele einmalige Keywords statt lediglich Kombinationen aus den gleichen Wörtern zu verwenden.

Monica beim fertigstellen eines Stramplers

Nachdem du deine sorgfältig ausgesuchten Keywords in den Produkteinträgen verwendet hast, solltest du überprüfen, ob die Titelangaben präzise, aussagekräftig und ansprechend sind. Auch deine Produktbeschreibungen sollten möglichst informativ sein und deine Markenidentität gut wiedergeben. Die Markenidentität lässt sich sehr gut über den Schreibstil, die Formatierung oder Erklärungen zu deinen Arbeitsabläufen vermitteln.

Wenn deine Titel und Beschreibungen nur aus einer Aneinanderreihung von Keywords bestehen, verlieren nicht nur potenzielle Kunden schnell das Interesse. Auch der Suchalgorithmus von Google reagiert entsprechend und du erscheinst im Ranking sofort weiter unten, was bedeutet, dass man deinUnternehmen onlinenicht so einfach findet. Wenn du deine Produkte auf Etsy verkaufst, solltest du in den Tags Keywords verwenden, die aus mehreren Wörtern bestehen. Etsys Suchalgorithmus bevorzugt nämlich Keywords wie „moderne Babykleidung“ und „Schnittmuster für Kinder“ statt „Kleidung“, „Baby“ und „Kleid“.


Schritt 2: Soziale Netzwerke sind wichtig

Schritt 2: Soziale Netzwerke sind wichtig

Wenn es die Erhöhung der Markenbekanntheit geht, dürfen heute die sozialen Netzwerke nicht fehlen. Darüber kannst du nicht nur wunderbar potenzielle neue Kunden erreichen, sondern auch Beziehungen zu deinen Stammkunden und Fans aufbauen. Soziale Netzwerke gibt es viele. Du solltest dich also für den Anfang voll und ganz auf eine Plattform konzentrieren.


Schritt 2: Soziale Netzwerke sind wichtig

Facebook eignet sich gut für professionellere Posts oder wenn du ältere Zielgruppen ansprechen und Videos veröffentlichen möchtest. Instagram ist eher für zwanglose Posts, jüngere Kunden und visuelle Inhalte geeignet. Bei Pinterest kannst du hervorragend von Trends profitieren. Auch Newsletter sind immer noch ein wichtiges Instrument zur Kundengewinnung! Eine gut getimte E-Mail kann aus Einmal-Käufern schnell Stammkunden machen.

Monica zeigt ihren Followern auf Instagram ein neues Produkt und macht sie neugierig darauf. Folge ihr ebenfalls, um alle Neuigkeiten zu erfahren!

Menschen, die handgefertigte Produkte kaufen, möchten auch gern wissen, bei wem sie kaufen. Erzähle deinen Interessenten also kurz, was für ein Unternehmen du hast und was dir wichtig ist. Du verkaufst nicht nur dein Produkt, sondern auch deine persönliche Geschichte. Ich zeige zum Beispiel gern eine Mischung aus neuen Produkten, aktuellen Projekten, an denen ich arbeite, und Näherfolgen meiner Kunden.

Sei kreativ! Unter allen Social-Media-Aktivitäten von „Oh Me Oh My“ gefällt mir unsere Facebook-Nähgruppe am besten. Hier können unsere Gruppenmitglieder ihre Projekte vorstellen und sich zu allen möglichen Nähthemen austauschen. Es ist sehr inspirierend zu sehen, wie zauberhaft die Kreationen meiner Kunden sind!


Schritt 3: Treffen und Kollaborationen

Monicas Daisy Dress mit Designs von anderen Künstlern

Monicas brandneues Schnittmuster! Kleid Daisy Dress im Design Macha Sunflower und Indra Poppy Bright

Kollaborationen sind toll, um dein Unternehmen über Geschäftsbeziehungen, die für beide Seiten vorteilhaft sind, bekannter zu machen. Ich hatte Gelegenheit, mit vielen Kleinunternehmen zusammenzuarbeiten, die Babykleidung herstellen. Sobald diese ein Kleidungsstück aus einem meiner Schnittmuster herstellten, durfte ich ihre Fotos verwenden. Das war unglaublich nützlich für mich, da ich nur dadurch an Tragefotos an Kindern gelangte. Ihnen gefällt es wiederum, wenn ich ihre Fotos in den sozialen Netzwerken oder auf meiner Website poste und sie namentlich erwähne.

Um Partner zu finden, kannst du dich direkt an Blogger oder Influencer wenden, die bei deinen Kunden gut ankommen. Biete ihnen eine Partnerschaft oder kostenlose Produkte dafür an, dass sie im Gegenzug deine Produkte bewerben. Ich persönlich finde Instagram super, um andere Marken zu finden, mit denen man sich zusammenschließt. Wenn du Materialien einer Marke verwendest, die auch auf Instagram vertreten ist, solltest du deinen Post unbedingt mit dem entsprechenden Tag versehen und die Marke erwähnen. Vielleicht wirst du dann im Gegenzug ebenfalls präsentiert!

Monicas Daisy Dress mit Designs von anderen Künstlern

Kleid Marigold Dress mit einem Design von kimsa


Schritt 4: Aus guten Erfahrungen lernen

Prüfe immer deine Web-Analysen/Statistiken. Bei der Optimierung deines Unternehmens geht es immer darum zu erfahren, was deine Kunden wollen. Schau also genau, welche Artikel, Keywords und Fotos bei dir gut funktioniert haben, so dass Kunden dein Unternehmen online finden. Investiere in die Medien, die Traffic für dich generieren. Aktualisiere alle Keywords, die schlechte Ergebnisse bringen, und merke dir, welches deine Top-Keywords sind.

Also: Mach dich an die Arbeit und zeige der Welt deine Produkte. Viel Glück!


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Monica Bacon ist Kleinunternehmerin und arbeitet als Modedesignerin in Portland, Oregon/USA. Sie ist Gründerin der Plattform „Oh Me Oh My Sewing“, auf der zauberhafte Schnittmuster aller Schwierigkeitsstufen für Baby- und Kinderkleidung verfügbar sind. Mehr von ihr gibt es online auf www.OhMeOhMySewing.com oder auf Instagram unter @OhMeOhMySewing.


Baby Mützchen nähen

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