Ausblick: Was kannst du sonst noch tun, um dein Unternehmen zu vermarkten?

SEP 26, 2016

Ausblick: Was kannst du sonst noch tun, um dein Unternehmen zu vermarkten? | Spoonflower Deutschland

In den letzten Wochen haben wir uns die ersten Schritte in dein neues Business angeschaut:

    • wie du ein Unternehmen anmeldest
    • wie du eine Marke aufbaust und nutzt
    • ob ein eigener Online-Shop oder ein Marktplatz wie Dawanda oder Etsy besser geeignet ist für dich
    • wie du gute Produktfotos schießen kannst und
  • wie du Social Media für deine Zwecke nutzt.

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Blog:

Die große Zeit der Blogs ist vorbei – das sagen zumindest viele. Ein Blog ist trotzdem noch eine super Gelegenheit, dich und dein Unternehmen vorzustellen und persönlicher zu machen!

Das lohnt sich vor allem dann, wenn

  • du gerne schreibst. Solltest du nicht gerne schreiben, würde ich keinen Blog empfehlen. Dann wird das regelmäßige Veröffentlichen von neuen Artikeln nämlich zur Qual und kostet dich zu viel Energie – Energie, die du lieber in andere Aspekte deines Businesses stecken könntest.

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    • du die Zeit hast, regelmäßig (mind. alle ein bis zwei Wochen) zu veröffentlichen. Ein Blog lebt von neuen Artikeln – meine Empfehlung ist, mindestens alle zwei Wochen, lieber jede Woche einen neuen Artikel online zu stellen. Am besten misst du, wie lange du brauchst, um einen Blogartikel zu schreiben und zu veröffentlichen (inklusive Bildersuche, Promotion, etc.) und überlegst dann, ob du jede Woche die Zeit hast, das zu tun.
  • du Themen hast, über die du gerne schreiben möchtest und die deine Zielgruppe interessieren. Für Crafty Entrepreneurs wie dich bieten sich z.B. Artikel an, die die Inspiration hinter neuen Kollektionen erklären, Einblicke in den Produktionsprozess geben oder Hintergrundinfos zu deinem Unternehmen – wie bist du eigentlich darauf gekommen, dein eigenes Business zu starten? Falls dir spontan fünf Ideen zu Blogartikeln kommen, ist das ein gutes Zeichen, dass sich ein Blog für dein Unternehmen lohnen könnte.

Einen Blog kann man auf den meisten Website-Plattformen integrieren. Ich bin großer Fan davon, für jeden Monat einen Editorial Plan zu machen, d.h. einen kurzen Kalenderüberblick in welcher Woche ich über welches Thema schreibe. So muss ich zumindest darüber nicht mehr nachdenken, sondern kann direkt loslegen mit Tippen!

Newsletter:

Newsletter haben in letzter Zeit so etwas wie eine Renaissance erfahren. Das liegt vor allem daran, dass Emails immer noch das Medium sind, über das man die höchste Conversion Rate zum Kauf erzielt. Als Benchmark: Normalerweise reagieren ca. 3% der Newsletter-Subscriber auf den Call-to-Action in einer Email. Das heißt, wenn du deine neue Kollektion in deinem Newsletter ankündigst würden ca. 3% der Empfänger direkt kaufen.

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Wusstest du, dass die meisten Mails inzwischen auf dem Handy gelesen werden?

Zweiter Vorteil: Die Mailing-Liste – d.h. die Liste deiner Newsletter-Abonnenten – gehört dir und keiner Plattform. Du bist nicht von einer Plattform oder einem Social Media Kanal abhängig – wir erinnern uns alle noch an den Aufruhr, den es gab, als Instagram seine Algorithmus-Änderung im Frühjahr des Jahres bekanntgab oder? Du allein entscheidest, wann du welche Emails verschickst.

Das heißt auch, dass du irgendwoher die Email-Adressen bekommen musst! Deswegen ist ganz ganz entscheidend, wenn du dich für einen Newsletter entscheidest, dass du Sign-up-Formulare auf deiner Website und deinen Social-Media-Profilen prominent platzierst – und am besten noch regelmäßig über deinen Newsletter postest.

Als Inhalte des Newsletters bieten sich ganz verschiedene Themen an – abhängig von deiner Zielgruppe und dem, was dich interessiert. Faustregel: Würdest du deinen Newsletter gerne lesen?

Hier ein paar Ideen:

    • Link-Roundups von Artikeln, die du interessant findest
    • Einblicke in deinen Arbeitsalltag
    • How Tos und kurze Tipps zu deinen Produkten
    • Ankündigung von Produktneuheiten
    • Sale!
    • Fotos von Kunden, die deine Produkte nutzen (z.B. über Instagram-Hashtags)
  • Falls du einen Blog hast: Links zu deinen neuesten Artikeln

Als letztes ein kurzer Ausblick auf drei Tools, die du dir anschauen kannst, wenn du überlegst einen Newsletter zu starten:

    • TinyLetter: Kostet nichts, einfaches Interface, hat dafür aber keine Automatisierung oder weitergehende Email-Marketing-Funktionen.
    • MailChimp: Startversion kostet nichts, danach gibt es abhängig vom Funktionsumfang und Größe der Email-Liste verschiedene Preislevels. Mehr Funktionen als bei TinyLetter, dafür leicht komplizierteres Interface.
  • ConvertKit: Ab 29$ pro Monat – lohnt sich vor allem dann, wenn du viele Emails automatisiert verschicken möchtest. Intuitives Interface, das anders als bei MailChimp und TinyLetter den Subscriber in den Mittelpunkt stellt.

Märkte:

Nach zwei Online-Marketingaktivitäten noch eine letzte klassische: der Markt.

Märkte – z.B. Designmärkte oder Pop-up-Shops – eignen sich besonders, um Feedback zu deinen Produkten im realen Leben zu bekommen. Du hast die direkte Interaktion mit deinen Kunden; siehst, welche Produkte gut ankommen und welche Fragen auftauchen – und kannst das dann auch nutzen, um deinen Onlineshop zu optimieren!

Fragen deine Kunden auf dem Markt häufig danach, wie man deine Produkte waschen kann und wie farbecht die Stoffe sind? Gleich als Infos in die Produktbeschreibungen online integrieren!

Erkundigen sie sich, ob es die Taschen auch in anderen Größen gibt? Eine Indikation dafür, dass du deine Produktpalette erweitern oder auf Maß anfertigen könntest.

Häufig kann man inzwischen bei kleineren Märkten oder Pop Ups einen Stand für einen Termin buchen. Das ist eine gute Gelegenheit, um für dich auszuprobieren, ob sich der Markttag lohnt. Vielleicht kannst du dir den Stand auch mit einem anderen Spoonflower-Entrepreneur teilen?

Abschließend noch eine kurze Checkliste, was du bei einem Markttag immer dabei haben solltest:

    • Verpackungsmaterial: Taschen oder kleine Boxen – je nachdem, was sich für deine Produkte anbietet.
    • Marketingmaterial: Visitenkarten, Flyer und / oder Sticker, die du in die Taschen für die Kunden legen kannst.
    • Standdeko: Ein Schild oder Fahne mit deinem Logo (kann man übrigens auch über Spoonflower drucken!), kleine Boxen, um deine Produkte auf verschiedenen Ebenen zu präsentieren, und eine Tischdecke sind immer nützlich.
    • Zahlungsmethoden: Erkundige dich bei dem Markt, ob sie kleine Kreditkartengeräte anbieten – oder leih dir eins! Auch genügend Wechselgeld einplanen.
    • Snacks & Wasser: Vergiss dich selbst nicht! So ein Markttag kann ganz schön anstrengend sein – pack dir genug Snacks und ein paar Flaschen Wasser ein.
  • Unterstützung durch Freunde: Entweder um dich beim Verkauf zu unterstützen oder als moralischer Support – ein paar bekannte Gesichter sind immer schön!

Ich hoffe, dir hat meine kleine Serie gefallen – ich freu mich über Fragen, Kommentare, Anmerkungen! Du kannst mich entweder über das Kommentarformular erreichen – oder über meine Website, Email oder Instagram.  


Über unsere Gast Bloggerin

Hanna Lisa unterstütHanna Lisazt mit ihrem Unternehmen seit Ende 2015 Crafty Entrepreneurs und größere Kreativ-Unternehmen in Marketing-, Branding- und Strategiefragen. Außerdem baut sie zwei Labels für Nähkits (Beyond Bias) und handgefertigte Taschen (@ihavemyshittogether) auf – schließlich glaubt sie daran, alle Tipps und Tricks, die sie anderen Unternehmern gibt, erstmal am eigenen Leib auszuprobieren. Sitzt sie mal nicht am Laptop oder der Nähmaschine findet ihr sie garantiert auf ihrem Balkon mit Strickzeug in der Hand – Stricken ist nämlich ihre erste Liebe und private Leidenschaft. Mehr über Hanna Lisa könnt ihr auf ihrer Website und ihrem Instagram-Account erfahren.

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