Visible Mending 101: How to Extend the Life of Your Wardrobe | Spoonflower Blog

Während das „Visible Mending“ bis auf die Edo-Ära Japans zurückzuführen ist, sieht man die traditionelle Verziertechnik des Flickens in immer mehr Kleiderschränken. Was zur Folge hat, dass sich der Textilmüll verringert. Die Künstlerin Katie Berman von Katie Berman Textiles stellt drei Techniken vor, wie du diese nachhaltige Methode mit einem Stück Jeansstoff in deiner Garderobe integrieren kannst.

Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich bekomme ständig Löcher in meine Jeans. Meine Arbeit ist sehr handwerklich und meine Kleidung wird dabei sehr beansprucht. Meine Hose nutzt sich an den Knien schnell ab und Flecken entstehen wie von selbst. Was kann ich nur tun?!

Als jemand, der versucht seinen Textilkonsum zu reduzieren und seine Kleider liebt, wollte ich einen Weg finden, wie ich meine Garderobe länger haltbar machen kann. Und so kam ich zum „Visible Mending“!

Das „Visible Mending“ wurde bereits in der Edo-Ära Japans in Form des Sashiko-Stichs angewandt. Auf Japanisch bedeutet Sashiko „Stäbchen“ und ist ursprünglich eine Reperaturtechnik gewesen, um Arbeiterkleidung auszubessern. Mit diesem Stich wurden hauptsächlich Indigo-gefärbte Hanf- oder Leinenstoffe zusammengenäht. In einer Zeit, in der Kleidung für die Arbeiterklasse kostspielig war, konnte man die Lebensdauer der Kleidung verlängern, den Träger warm halten und erlaubte es der Arbeiterklasse, ihre Kleidung im Rahmen des Möglichen zu verzieren. (Der Arbeiterklasse wurde verboten, teure und farbenfrohe Stoffe wie Seide zu tragen.)

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Heutzutage kann „Visible Mending“ neben den traditionellen geometrischen japanischen Motive sehr vielseitig sein. Es kann entweder dekorativ oder einen funktionalen Zweck erfüllen. Für mich ist es beides! Anstatt mein Top wegzuwerfen, wegen eines Kaffeeflecks oder eine Hose nicht mehr tragen, weil der Stoff an den Knien aufgerissen ist, nehme ich mir die Zeit, um die Sachen auszubessern. Der Fleck wurde mit einem schönen gestickten Blumenmuster bedeckt, und meine Jeans hat an an den Knien eine schöne Collage aus unterschiedlichen Stoffen und Stichmustern. Damit spare ich nicht nur Geld, weil ich weniger Kleidung neu kaufe, sondern ich reduziere auch den Textilmüll. Und meinem Wunsch zu einer nachhaltigen Garderobe, komme ich so immer näher.

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Gezeigte Designs

Deiner Kleidung kannst du mit Hilfe von visible Mending eine zweite (oder dritte oder vierte …) Chance geben. Wie du zu einer nachhaltigere Garderobe kommst, zeigen wir die mit den Grundstiche der Sashikotechnik und Spoonflower-Stoffresten:

Materialliste Visible Mending Projekt

  • Sashiko-Nadeln – Diese Nadeln sind etwas länger und dicker als Sticknadeln.
  • Sashiko-Garn oder schwerer Baumwollfaden
  • Fingerhut (optional)
  • Bügeleinlage (für die Aufnäher)
  • Bierdeckel oder ein Stück Karton (optional) *
  • Stoffreste wie Jeansstoff von Spoonflower.

* Pro-Tipp: Wenn ich Hosenbeine oder Ärmel an Hemden ausbessere, lege ich einen Bierdeckel unter der Stelle, die ich bearbeite, um zu verhindern, dass ich ausversehen Stofflagen zusammennähen!

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1. Visible Mending: Grundstiche

Die traditionellen Sashiko-Stiche sind ein wenig anders als die Grundstiche der westlichen Stickerei. Im Sashiko zeichnen sich die Stiche durch ihre flachen und gleichmäßig-geometrischen Motive aus und gehen leichter, wenn man mit der Nadel mehrere Stiche gleichzeitig näht, ähnlich wie beim Plissieren, anstatt eine Stich für Stich eine Naht näht. Natürlich musst du nicht nur Sashiko-Stiche zum Ausbessern verwenden, aber es macht Spaß, damit zu experimentieren! Nun zeigen wir dir, wie es geht:

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1. Nehem dir dein Sashiko-Garn (oder einen dicken Baumwollfaden) zur Hand und fädle den Faden durch die Nadel. Du kannst das Garn doppelt nehmen oder auch einfach. Ich arbeite mit einem Faden, da das Sashiko-Garn ziemlich dick ist.

2. Mache einen Vorstich, indem du die Nadel durch alle Stofflagen führst. Denke daran, dass wir mit unserer Nadel mehrere Stiche gleichzeitig nähen wollen. Die Stoff sollte sich wie unten gezeigt auf der Nadel aufreihen.Damit die Stiche gleichmäßig sind, versichere dich, dass die Falten auf der Nadel ungefähr gleich groß sind und einen gleichmäßigen Abstand habe.

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3. Ziehe den Faden mit der Nadel durch den Stoff, um einen Steppstich zu erhalten!Wiederhole diesen Schritt, bis dein gewünschtes Motiv fertig ist. Danach kannst du den Faden auf der Rückseite verknoten.

4. Wiederhole diesen Schritt, bis dein gewünschtes Motiv fertig ist. Danach kannst du den Faden auf der Rückseite verknoten.

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Pro-Tipp: Ich bevorzuge es frei zu sticken, aber wenn du eher sorgfältig alles planst, kannst du dir auch mit Kreide oder Stoffstiften auf den Stoff Hilfslinien markieren.

2. „Visible Mending“-Techniken:

Ausbessern kann man auf unterschiedlichste Weise. Ich habe zwei Kategorien dafür: Löcher abdecken oder füllen. Ein Fleck fällt in die Kategorie „Abdecken“ und dafür benutze ich meist einen dekorativen Stich. Ein Loch in meiner Kleidung gehört in die Kategorie „Füllen“. Hierbei verwende ich ein Stoffstück und eine Bügeleinlage (für Außen) kombiniert mit Zierstichen.

Ausbessern mit Ziernähten

Manchmal, wenn ich einen kleinen Fleck auf meinen Kleidungsstücken habe, decke ich sie mit lustigen Nähten zu! Für dieses Seidengewand habe ich Stickseide verwendet, um über den Flecken, die ich gefunden habe, kleine Stichnähte zu erzeugen.

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Ausbessern mit einem Patch

Um ein Loch in einem Kleidungsstück auszubessern, benutze ich gerne Stoffreste aus robusten gewebten Stoffen wie Spoonflower´s Jeansstoff oder Leinen Baumwoll Canvas. Du kannst deinen Patch je nach bevorzugten Look innen oder außen am Kleidungsstück anbringen. Ich habe zwei Patches aus Spoonflower’s Dogwood Denim angebracht, eins innen und eins außen.

Hinzufügen eines Inside Patches

Schneide alle ausgefransten Fäden um das Loch ab, dass du zu reparieren versuchst.

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Platziere den Patch auf die Innenseite deines Kleidungsstücks und stecken es fest. Dein Patch sollte einen größeren Durchmesser des ursprünglichen Lochs oder des Risses um etwa 0,5 cm bis 1 cm haben.

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Unabhängig davon, wie du dein Patch nähen oder besticken möchtest, solltest du um den Lochrand herum sticken, damit das Loch nicht weiter ausfransen kann.

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Besticke den Patch so, wie du es möchtest! Achte darauf, auch den den Rand des Lochs zu besticken, um den Patch zu befestigen und eine lange Lebensdauer sicherzustellen.

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Outside Patch anbringen

Schneide alle ausgefransten Fäden um das Loch weg, das du reparieren möchtest. Schneide ein Stück Bügeleinlage zu recht, die etwas größer ist als das Loch. Bügel diese auf das Kleidungsstück gemäß der Produktanweisung.

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Nehme jetzt den Stoff, den du für dein Patch verwenden möchtest, und schneide diesen in die gewünschte Form. Achte darauf, dass der Patch einen 0,5cm größer ist als das Loch. Falte und bügel die Ränder des Stoffstückes um 0,25cm zur Rückseite und stecke es fest.

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Befestige den Patch mit den gewünschten Nähten am Kleidungsstück und stelle sicher, dass deine Nähte allseitig über die Ränder des Patches laufen.

Du hast noch ein paar Stoffreste zuhause? Wie wäre es mit einem wiederverwendbaren Bienenwachstuch?


Katie ist Textilkünstlerin aus Durham, NC. Angetrieben von ihrer Liebe, andere zu befähigen, ihre kreativen Träume zu leben, unterrichtet Katie ihrer lokalen Gemeinschaft Workshops aller Art. Wenn sie nicht unterrichtet, könnt ihr sie am Umrühren ihres natürlichen Farbstofftopf in ihrem Heimstudio finden. Verfolge Katie ’s Textilabenteuer auf instagram @katiebermantextiles oder auf der Website http://www.katiebermantextiles.com .

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