Spoonflower stellt vor: Hanna Lisa und Vivian von #ihavemyshittogether

JAN 16, 2017 updated Jul 1, 2021

Spoonflower Stellt vor: Hanna Lisa + Vivian | Spoonflower Deutschland

Uns, hier bei Spoonflower, ist es eine Herzensangelegenheit Kreative und Maker zu unterstützen. Es interessiert uns sehr, was Leute machen und welche Geschichten sich hinter ihrem Tun verstecken. In einer weiteren Folge unserer “Spoonflower stellt vor”-Serie sprachen wir mit Hanna Lisa und Vivian von #ihavemyshittogether. Sie beschreiben, wie ein typischer Tag bei ihnen aussieht, wie sie in Kontakt mit ihrer hiesigen Community bleiben und vieles mehr.

Spoonflower Stellt vor: Hanna Lisa + Vivian | Spoonflower Deutschland

Beschreibt einen typischen Tag in eurem Leben als Designerinnen!

Vivian: Meistens beginne ich den Tag mit Kaffee – mindestens einem, manchmal auch drei – und Emails von Design-Kunden, Freunden und Kollegen. Ich arbeite entweder von zuhause oder in meinem Co-Working-Space in Kreuzberg.  Ungefähr 70% meiner Zeit verbringe ich mit Administrativem, Marketing und Kundenakquise, und 30% mit Designarbeit. Mein Tag endet normalerweise so gegen 7 mit Dinner oder Freunden – und danach findet man mich oft wieder beim Designen oder Zeichnen.

Hanna Lisa: Ich brauche mein Morgenrituale, um richtig gut in den Tag zu starten: Nach dem Aufstehen mache ich Sport, meditiere, ab in die Dusche und dann gibt’s einen großen Kaffee und ein gutes Frühstück! Den Vormittag verbringe ich meist damit, an meinen Consulting- und Coaching-Produkten zu arbeiten, Blogartikel zu schreiben oder Videos für meinen Youtube-Podcast aufzunehmen. Der Nachmittag ist fürs “Making” reserviert – entweder arbeite ich an einer neuen Kollektion oder nähe Aufträge und bringe sie zur Post. Mein Tag endet etwas früher als Vivians – normalerweise gegen sechs, halb sieben, sodass ich mit meinem Partner essen oder Freunde treffen kann, bevor ich dann mit meinem neuesten Strickprojekt auf dem Sofa lande.

Spoonflower Stellt vor: Hanna Lisa + Vivian | Spoonflower Deutschland

Wie bleibt ihr in Kontakt mit eurer Design-Community?

Vivian: Ich verbringe einen Großteil meiner Zeit auf Instagram – was ich sowohl inspirierend als auch überwältigend finde, weil es so viele talentierte und hart arbeitende Designer auf der Plattform gibt. Offline gehe ich gerne zu Kunst- und Designevents, um Leute persönlich zu treffen und die neuesten Designtrends und Projekte zu sprechen

Hanna Lisa: Instagram! Wie Vivian verbringe ich auch eine Menge Zeit mit der Pflege meines Instagram-Profils und damit, meine Community dort kennenzulernen und auszubauen. Ich mag an Instagram besonders den starken visuellen Fokus und die vielen tollen weiblichen Unternehmerinnen, die man trifft! Ich habe außerdem einen Blog und einen Youtube-Podcast für Themen, die mehr Platz einnehmen können und sollen.

Spoonflower Stellt vor: Hanna Lisa + Vivian | Spoonflower Deutschland

Wie schafft ihr es, selbst knappe Deadlines einzuhalten?

Vivian: Ich liebe mein Bullet Journal! Nach Jahren des Herumprobierens – Trial and Error – habe ich die für mich ideale Methode zum Zeitmanagement und Deadline-Tracking gefunden. Um ehrlich zu sein finde ich es sehr, sehr befriedigend, gute Prozesse und Organisationsstrukturen aufzubauen.

Hanna Lisa: Arbeiten, arbeiten, arbeiten! Das ist aber nur die halbe Wahrheit. In den letzten Jahren habe ich herausgefunden, dass ich in allererster Linie sicherstellen muss, dass es mir selbst gut geht, wenn ich im Deadline-Stress bin. Nur, wenn ich genug Schlaf, genug Vitamine und ein bisschen Zeit für mich bekomme, bin ich wirklich “at my best”!

Spoonflower Stellt vor: Hanna Lisa + Vivian | Spoonflower Deutschland

Wie entstehen die Entwürfe für eure Produkte?

Vivian: Als Hanna Lisa mich kontaktiert hat, um die Designs für ihr neues Accessoires-Label zu entwerfen, war ich absolut begeistert! In unserem ersten Meeting hab ich sie “gegrilllt” (ihre Worte, nicht meine!) zu ihrer Zielgruppe, ihrer Marke undi ihrer Mission. Das ganze Gespräch war so inspirierend und produktiv, dass wir in anderthalb Stunde eine komplette neue Marke, Marketingstrategy und die Basis der Textildesigns entwickelt hatten. Danach ging es über Trendrecherche zu den ersten Design-Entwürfe – und vielen Gesprächen was passte und was wir noch einmal ändern sollten, bevor wir die ersten Samples mit Spoonflower drucken konnten. Hanna Lisa hat sich dann auf die Suche nach den richtigen Reißverschlüssen gemacht und solange herumprobiert, bis wir beide komplett zufrieden waren und launchen konnten!

Hanna Lisa: Vom ersten Moment an wusste ich, dass ich unbedingt mit Vivian zusammenarbeiten wollte. Sie ist eine unglaublich talentierte Designerin – und absolut inspirierend! Das erste Meeting war ganz schön hart, aber sehr erfolgreich. Ich war total beeindruckt, wie Vivian durch viele Fragen und Nachbohren die Essenz von #ihavemyshittogether aus mir herausgekitzelt hat. Bei jedem neuen Design-Meeting haben mich ihre Entwürfe umgehauen – sie waren nicht nur ästhetisch superschön, sondern haben vor allem die Zielgruppe genau getroffen. Daraus die vier Designs für die finale Kollektion auszuwählen war unglaublich schwer. Sample-Druck, Reißverschluss-Auswahl und Produkt-Fotos schießen waren dann das i-Tüpfelchen vor dem Launch!

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Mit welchen Dingen, Methoden oder Medien arbeitet ihr am liebsten?

Vivian: Mein Lieblings-Medium ist alles, was ich in die Hände bekommen kann – obwohl ich zur Zeit am liebsten rießengroße Bilder mit Acryl auf unbehandelter Leinwand male.

Hanna Lisa: Garn und Stoff! Ich liebe es, mit verschiedensten Stoffen und Farbkombis zu experimentieren – sei es für neue Produkte oder in meinen Strickprojekten!

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Habt ihr bestimmte Lieblingskünstler_innen aus dem Bereich der Visual Arts, des Textildesigns oder anderes? Warum?

Vivian: Mich fasziniert besonders Laura Owens’ Arbeit. Sie kombiniert alte, analoge Drucktechniken zu Bildern, die aussehen, als ob sie digital gedruckt wären – unglaublich!

Hanna Lisa: Ich liebe Lisa Solomon! Sie nutzt Wasserfarben, Stickereien und Knüpftechniken zusammen in ihren Bildern, die überwiegend politisch oder historisch motiviert und inspiriert sind. Ihre raumgroßen Installationen sind der Wahnsinn!

Spoonflower Stellt vor: Hanna Lisa + Vivian | Spoonflower Deutschland

Was ist euer Lieblingslied, -album oder -musiker? Hört ihr Musik beim Arbeiten und Entwerfen?

Vivian: Im Studio höre ich immer Musik. Meine Playlisten ändern sich konstant dank Spotify, aber in letzter Zeit höre ich vor allem Mizan K, Angel Olsen und William Onyeabor.

Hanna Lisa: Ohoh. Ehrlich gesagt höre ich nicht viel Musik, sondern lieber Podcasts. Ich habe den kompletten Backlog des The Slow Home Podcasts in den letzten Monaten gehört und bin gerade dabei, den She_Explores Podcast zu entdecken – ein Podcast über “Women in the Outdoors”.

Wohin würde ihr reisen, wenn ihr überall hin könntet? Und was würdet ihr euch dort am allerliebsten anschauen oder machen?

Vivian: Ich würde unglaublich gerne Indien besuchen, um in die jahrtausendalte Web-Tradition einzutauchen und selbst Weben zu lernen.

Hanna Lisa: Zurück nach Island – sofort. Wir haben Island 2015 besucht und das Land hat mich total verzaubert. Ich würde gerne mehr über die wahnsinnig reiche und lange Textil- und Wollhistorie lernen – am besten direkt vor Ort von Schäfern, Wollproduzenten und Strickdesignern.

Spoonflower Stellt vor: Hanna Lisa + Vivian | Spoonflower Deutschland


Über unsere Gastautorinnen:

Spoonflower Stellt vor: Hanna Lisa + Vivian | Spoonflower DeutschlandHi, ich bin Vivian Kvitka. Ich arbeite als Künstlerin und Musterdesignerin in Berlin. Unter meiner eigenen Marke “TheGoodVIV” entwerfe und fertige ich Textilien und Papierwaren. Schon im zarten Alter von fünf Jahren habe ich meine Liebe für Stoffe und traditionelles Kunsthandwerk entdeckt. Auf dem Schoß meiner Großmutter erlernte ich damals das Nähen mit der Nähmaschine. Seitdem bin ich dem Textildesign verfallen und bearbeite viele Aufträge aus der kommerziellen Welt der Trends und Innovationen.

Spoonflower Stellt vor: Hanna Lisa + Vivian | Spoonflower DeutschlandHallo! Ich bin Hanna Lisa Haferkamp. Ich arbeite in Berlin als Business-Coach für Kreative und habe zudem zwei Handmade-Label gegründet. Ich berate leidenschaftlich gerne andere Unternehmerinnen und helfe ihnen, Fuß in der kreativen Branche zu fassen. Ich biete sowohl Coachings, als auch Beratungen an. Ich bin sehr froh, dass ich ein Arbeitsleben führen kann, das diese Leidenschaft mit meiner Liebe zu Textilien verbindet. Es macht mir unheimlich viel Freude mit anderen kreativen Frauen, wie zum Beispiel Vivian, zusammenarbeiten zu können. Das einzige, was mein Herz noch schneller schlagen lässt, ist die Jagd nach neuen, lokal gefertigten Garnen und den passenden Strickprojekten dazu.

Wir haben zusammen “I have my shit together” gegründet – für Frauen, die gut organisiert und stolz darauf sind, sich aber auch selbstbewusst und modisch kleiden wollen. Wir wollten diesen Fauen eine Tasche in der Größe einer Clutch bieten, die nach außen hin wunderschön und im Inneren höchst funktional ist. Ein Produkt zu entwerfen, das eine lange Lebensdauer hat und einen richtigen Nutzen bietet, ist für uns zugleich eine große Herausfordung und ein Leidenschaftsprojekt. Unsere bisherige Zusammenarbeit war für uns beide eine tolle Erfahrung. Für das kommende Frühjahr 2017 haben wir deshalb große Pläne.


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