Wie entwickle ich eigentlich meine Marke?

AUG 29, 2016

Wie entwickle ich eigentlich meine Marke? | Spoonflower Deutschland

Deine Marke – ein wunderbares Thema, und doch nicht sofort greifbar.

Was ist eine Marke überhaupt?

“[A brand is] the intangible sum of a product’s attributes: its name, packaging, and price, its history, its reputation, and the way it’s advertised.” (David Ogilvy)

Alles, was du von deinem Unternehmen nach draußen preisgibst, ist Teil deiner Marke – wie deine Website aussieht, wie du eine Email an einen neuen Kunden formulierst, wie dein Logo aussieht, wie du mit einem Freund über dein Unternehmen sprichst.

Anders ausgedrückt: Für mich ist die Marke die Persönlichkeit eines Unternehmens.

Klingt ziemlich abstrakt, aber wenn man drüber nachdenkt, ist das wie bei einer Person – alle Verhaltensweisen, die wir beobachten können von einer Person lassen uns Rückschlüsse auf ihre Persönlichkeit ziehen.

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Jede Persönlichkeit ist eine eigene Marke.

Warum ist eine Marke so wichtig?

„A good brand should deliver a clear message, provide credibility, connect with customers emotionally, motivate the buyer, and create user loyalty.” (Gini Dietrich)

Genau wie wir bei einem Menschen im Bruchteil von Sekunden entscheiden, ob er uns sympathisch ist, entscheiden wir innerhalb weniger Augenblicke, ob wir von einem Unternehmen kaufen würden. Dabei hilft uns die Marke durch alle ihre Facetten: Jemand, der klare Linien und skandinavisches Design bevorzugt, erkennt auf den ersten Blick, dass er bei einem Unternehmen mit Rüschen im Logo wahrscheinlich nicht besonders gut aufgehoben ist.

Deine Marke bietet vor allem auch die Gelegenheit, eine emotionale Bindung zu deinen Kunden herzustellen. Warum ist das so wichtig? Wir (als Käufer) möchten verstehen, wer hinter dem Unternehmen und den Produkten steckt, die wir kaufen. Wenn wir das Gefühl haben, dass wir die Person kennen, die tagein, tagaus neue Designs produziert, Taschen näht oder Bilder malt, kaufen wir eher – und mehr.

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Wie entwickle ich eine Marke?

Eine Marke – so abstrakt das Konzept auch sein mag – zu entwickeln ist eigentlich gar nicht so schwer.

Alles fängt damit an, dass du dir überlegst, was der Kern deines Unternehmens ist. Dabei können dir diese Fragen weiterhelfen:

    • Was genau bietest du an?
    • Für wen?
    • Warum?
  • Welche Wünsche und Probleme haben deine Kunden, wie sieht ein normaler Tagesablauf bei ihnen aus?

Sobald du diese Fragen für dich beantwortet hast, hast du den Kern (manche nenne das auch Vision und Mission) deines Unternehmens formuliert.

Auf dieser Basis kannst du dann einsteigen und deine Marke visuell und sprachlich entwickeln!

Wir schauen uns heute dazu drei Elemente einer Marke an:

    • Name
    • Sprache
  • Design
  1. Name

Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten bei der Auswahl deines Markennamens: Du kannst entweder deinen eigenen Namen nehmen (z.B. Hanna Lisa Haferkamp) oder du überlegst dir einen Fantasienamen (z.B. Beyond Bias oder Spoonflower). Beides hat Vor- und Nachteile – letztendlich ist hauptsächlich eine Frage des Geschmacks.

Es lohnt sich, bei der Namensfindung ein paar Fragen im Hinterkopf zu haben:

    • Soll der Name darauf hindeuten, was dein Unternehmen macht?
    • Kann man sich den Namen gut merken?
  • Ist die Domain für die Website noch verfügbar?
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Aufschreiben hilft!

Ein Beispiel aus dem echten Leben: Ich arbeite zur Zeit mit einer Freundin an einem Projekt, bei dem wir Nähkits und Video Tutorials miteinander verknüpfen. Dafür brauchten wir natürlich einen Namen – und sind vor einigen Wochen selbst durch die drei Fragen von oben gegangen.

Uns war schnell klar, dass wir einen Markennamen wollten, der darauf hindeutet, dass unser Unternehmen etwas mit Nähen zu tun hat. Gleichzeitig sollte er aber nicht zu verspielt und wortwörtlich zu nehmen sein. Außerdem war uns wichtig, dass der Name möglichst kurz und prägnant ist, sodass er im Kopf bleibt.

Auf Basis dieser zwei Entscheidungen haben wir eine Liste mit möglichen Namen erstellt – und dann Frage 3 angeschaut: Welcher dieser Namen hat überhaupt noch eine freie .com Domain? Nichts ist ärgerlicher, als einen tollen Markennamen gefunden zu haben, um dann festzustellen, dass die Website und der Instagram-Account schon besetzt sind. Das kann man übrigens hier gut nachschauen: https://www.namecheckr.com/

  1. Sprache

Der zweite Teil einer Marke, den wir uns heute anschauen, ist die Sprache.

Die Persönlichkeit eines Menschen drückt sich in vielen Dingen aus – unter anderem darin, wie er oder sie spricht, sich unterhält, Emails schreibt. Genauso ist es bei einer Marke! Die Beschreibungen deiner Produkte, der Text über dich selbst auf deiner Website, deine Instagram-Captions – alles das trägt zu deiner Marke bei.

Daher hilft es enorm, wenn man sich überlegt, wie die Sprache einer Marke eigentlich aussehen sollte – d.h. welche Worte du benutzen möchtest, wie formell oder informell du mit deinen Kunden kommunizierst.

Dazu hilft folgende Übung: Stell dir vor, du beschreibst das, was du machst, einem guten Freund bei einem Glas Wein oder einem Kaffee. Welche Worte benutzt du dabei? Schnapp dir einen Zettel und schreib sie auf!

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Diese Wortliste ist die Grundlage für deine Markensprache. Du kannst sie nutzen, wenn du deinen nächsten Instagram-Post schreibst, wenn du neue Texte für deine Website formulierst oder ein neues Design bei Spoonflower hochlädst und es beschreiben möchtest.

  1. Design

Hinter Design verbirgt sich alles, was deine Marke visuell repräsentiert. Dein Logo, deine Website, deine Visitenkarten, deine Produktfotos – alles sollte einen klaren, konsistenten Stil haben.

Wenn du deine Wortliste finalisiert und ein gutes Gefühl hast, wie du deine Marke sprachlich beschreiben würdest, überleg dir, was das ins Visuelle übersetzt heißt.

Siehst du vor deinem inneren Auge eher viel Weiß, Minimalismus, eine klare Schrift, ein, zwei Akzentfarben? Oder eher verspielt, Eiscreme-Farben, Handschrift?

Schreib es auf – oder noch besser, mach dir ein Pinterest-Board mit Fotos und Logos, die sich nach dir und deiner Marke anfühlen. Alternativ kannst du dir auch überlegen, welche Instagram- oder Pinterest-Accounts du warum schön findest. So habe ich zum Beispiel schnell herausgefunden, dass mir ein klarer weißer Hintergrund, starke Farben, und geometrische Designs am besten gefallen.

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Mein Instagram-Account als Beispiel, wie ich meine Marke auf Social Media darstelle!

Sobald du eine ungefähre Vorstellung vor deinem inneren Auge hast, wie deine Marke visuell aussehen könnte, kannst du entweder einen Designer anheuern, der für dich ein Logo, vielleicht auch dein Website-Layout und Visitenkarten designt.

Alternativ kannst du über Canva  eigene Designs erstellen!

Zum Abschluss: Konsistenz, Konsistenz, Konsistenz.

Name, Sprache und Design sind die ersten Bausteine deiner Marke – herzlichen Glückwunsch!

Jetzt ist eins noch enorm wichtig: Konsistenz. Nutze deine Wortliste, deinen festgelegten visuellen Stil, deinen Markennamen immer und immer wieder, auf allen Kanälen – Website, Instagram, Facebook, Email, Marktstand. Du erkennst einen neuen Nike-Sneaker auch nicht erst am Logo, sondern am Design – und genau das kannst du mit einer konsistenten Nutzung deiner Markenelemente für dein Unternehmen auch erreichen!  


Über unsere Gast Bloggerin

Hanna Lisa unterstütHanna Lisazt mit ihrem Unternehmen seit Ende 2015 Crafty Entrepreneurs und größere Kreativ-Unternehmen in Marketing-, Branding- und Strategiefragen. Außerdem baut sie zwei Labels für Nähkits (Beyond Bias) und handgefertigte Taschen (@ihavemyshittogether) auf – schließlich glaubt sie daran, alle Tipps und Tricks, die sie anderen Unternehmern gibt, erstmal am eigenen Leib auszuprobieren. Sitzt sie mal nicht am Laptop oder der Nähmaschine findet ihr sie garantiert auf ihrem Balkon mit Strickzeug in der Hand – Stricken ist nämlich ihre erste Liebe und private Leidenschaft. Mehr über Hanna Lisa könnt ihr auf ihrer Website und ihrem Instagram-Account erfahren.

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