Spoonflower stellt vor: Karin Fast

AUG 15, 2016 updated Jul 1, 2021

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In unserer Spoonflower stellt vor Serie treffen wir heute Karin Fast, Spoonflower Designerin und Kreativunternehmerin. Sie teilt mit uns, wie sie sich inspirieren lässt und wofür sie die Spoonflower Drucke in ihrem kleinen Unternehmen einsetzt.

Bitte stelle dich und dein Unternehmen kurz vor.

Ich heiße Karin und stelle unter dem Label Karinka Design Muster her, die ich in meinem Spoonflower Shop auf Stoff, Tapete und Geschenkpapier verkaufe. Meine Muster reflektieren meine Umgebung und Erfahrungen. Ich nehme viel Inspiration aus der Natur, und stelle auch gerne Muster her, die eine Geschichte erzählen – oft über die vielen Orte an denen ich gewohnt habe.

Ich verkaufe an Privatpersonen und arbeite auch mit einigen Kleinunternehmen zusammen, die meine Stoffe für ihre Produkte benutzen. Das schöne an dem Spoonflower Marktplatz ist, dass man direkt mit den Kunden interagieren kann und kleine Änderungen wie eine Größenänderung oder eine individuelle Farbgestaltung nach Absprache möglich sind.

Welcher Bereich deines Unternehmens macht dir am meisten Spaß? 

Ich freue mich immer darauf zu sehen, was andere mit meinen Stoffen machen. Ich liebe auch die Momente, in denen eine Idee sich festsetzt und langsam auf Papier Gestalt annimmt. Und wenn die Stoffmuster dann in der Post kommen, bin ich immer den ganzen Tag glücklich!

Arbeitsprozess_Stofftier_karinfast

Wie nutzt du Spoonflower für dein Unternehmen? 

Ich verkaufe meine Designs direkt auf Spoonflower. Ich habe auch einige „cut and sew“ Projekte auf Spoonflower. Das sind komplette Nähprojekte, die direkt auf den Stoff gedruckt werden. Das Tolle daran ist, dass man nicht erstmal überlegen muss was man nähen will, und die ganze kreative Energie darauf verwendet, Stoff und Schnitt zusammen zu suchen. Hier kann man direkt loslegen. Ich habe für die meisten Projekte umfangreiche Photo-Tutorials auf meinem Blog bereitgestellt. Da ich in einem anderen Leben Lehrerin war, macht mir dieser Teil meines Unternehmens besonders viel Spaß.

Wie entstehen neue Produkte, gibt es da einen typischen Prozess?

Wenn eine neue Idee kommt, dann ist es wie eine Welle der Kreativität: Ich kann dann an nichts anderes denken und sprudele nur vor Ideen. Irgendwann steht das Konzept – entweder für ein Design oder eines meiner cut-and-sew Projekte. Dann wird erstmal viel per Hand gezeichnet und am Computer weiterentwickelt. Ich arbeite eine Farbgestaltung aus, probiere verschiedene Möglichkeiten aus und stelle dann den Rapport her. Wenn alles steht, bestelle ich ein Muster bei Spoonflower, und schaue nach ob alles stimmt bevor der Stoff dann in meinem Shop kommt.

In letzter Zeit habe ich vermehrt an meinen “cut and sew“ Projekten gearbeitet. Ich finde es schön eine Designidee auszuarbeiten und in ein Projekt umzuwandeln, das andere dann machen können. Ich stelle gerne umfangreiche Tutorials auf meinen Blog, damit andere sich auch tatsächlich an die Projekte herantrauen. Ein Beispiel ist mein Honey Badger Stofftier. Dafür habe ich erst einen Prototyp erstellt, mehrere Male an der Form gefeilt und schließlich mit eigenem Stoffmuster versehen. Dann wurde der Stoff bestellt und ich habe ihn zusammengenäht und fotografiert.

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Welche Rolle spielen Materialien?

Für den Designprozess weniger, aber bei den anderen Produkten macht es einen großen Unterschied, was für Stoffe man auswählt. Bei Spoonflower lässt sich das gleiche Design auf unterschiedlichen Stoffen bestellen. Ich habe zum Beispiel für meine Baby-Spielmatte einen robusten Twill-Baumwolle Stoff genommen, für das Baby-Buch dafür den weichen Faux-Suede Stoff.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Zur Zeit bin ich Vollzeit Mama mit zwei kleinen Kindern. Da bleibt mir nicht viel Zeit, aber ich habe eigentlich immer ein Projekt in Arbeit und versuche ein oder zwei Stunden am Tag daran zu arbeiten. Oft sieht das so aus, dass meine ältere Tochter mir zum Beispiel dabei hilft, ein Moodboard zu erstellen, oder dass wir nebeneinander am Tisch sitzen und zeichnen. Jeden Samstag habe ich dann Zeit für mich alleine und ein paar Stunden im Café sind mir Gold wert! Dort arbeite ich so viel wie möglich vor und erstelle auch einen Plan für die Woche, damit ich genau weiß woran ich arbeiten muss, wenn ich zwischendrin kurz Zeit habe. Es ist erstaunlich, wie viel man in kurzer Zeit schaffen kann, wenn man fokussiert arbeitet!

Produktphoto_karinfast

Wie gehst du das Thema Vermarktung an, was funktioniert für dich am Besten?

Am liebsten benutze ich Instagram. Ich finde es toll, in einem Quadrat eine kleine Geschichte zu meinen Stoffen oder zum Arbeitsprozess zu erzählen. Ich liebe Instagram auch, weil Kunden mir öfters dort zeigen, was sie aus meinen Stoffen genäht haben. Es ist einfach schön zu sehen, wie meine Designs zum Leben erwachen, wenn sie auf Stoff gedruckt werden und zu etwas Tollem genäht werden!

Seit kurzem habe ich auch eine Facebook Seite, und blogge wieder regelmäßig. Es ist schön, dort direktes Feedback zu meinen Designs zu bekommen – das ist unheimlich motivierend.

Was inspiriert dich, wie kommst du auf neue Ideen? 

Ich finde oft in der Natur Inspiration. Ich kann stundenlang staunen über die Formen und Farben der Natur. Aber oft kommen neue Ideen von einer bestimmten Erinnerung oder Erfahrung. Als ich vor drei Jahren aus Deutschland wegzog, habe ich monatelang an einem Design gearbeitet, dass meine Heimat der letzten 12 Jahre darstellt. Während ich die Straßen und Häuser von Heidelberg gezeichnet habe, habe ich mich wieder an viele Gespräche, Ausflüge und Spaziergänge dort erinnert. Ich habe in vielen Ländern ein Stückchen Heimat (in Kanada geboren, Niederländische Mutter, in Papua Neu Guinea aufgewachsen, in Deutschland studiert und gearbeitet und jetzt wohne ich seit drei Jahren in England). Ich finde es schön, Erinnerungen an die Orte in Designs festzuhalten.

japanese_garden_Arbeitsprozess_karinfast

Was sind deine Ziele für die nächsten Monate? 

Ich will weiterhin darin konsequent bleiben, jeden Tag auf Instagram zu posten, regelmäßig zu bloggen, und meine neue Facebook Seite pflegen. In August nehme ich an einem Sommerkurs „make it in design“ teil und freue mich darauf, wieder mehr zu zeichnen und neue Ideen auszuarbeiten.

Welchen Rat hast du für alle, die überlegen ihr eigenes kreatives Unternehmen zu starten?

Gib dir selber erst mal Zeit, viel zu experimentieren und einen eigenen Stil herauszuarbeiten. Und mache einfach jeden Tag etwas für dein Unternehmen, auch wenn du nicht viel Zeit hast, dann wächst es immer weiter.

Interview_Karin Fast

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